Entrümpelung selbst machen oder Firma? Der Test vor dem ersten Karton
„Das machen wir am Wochenende schnell selbst“ – dieser Satz fällt vor fast jeder Räumung. Manchmal stimmt er. Oft wird aus dem Wochenende ein Monat mit Muskelkater, sechs Fahrten zum Wertstoffhof und einem Rest, der am Ende doch abgeholt werden muss. Ob sich die Entrümpelung selbst machen lässt, hängt weniger vom Ehrgeiz ab als von ein paar nüchternen Faktoren.

Hier können Sie diese Faktoren in zwei Minuten prüfen, Ihre eigenen Kosten durchrechnen und nachlesen, wie Selbermacher sicher und geordnet vorgehen. Am Ende stehen drei Mischmodelle, die für viele Haushalte die beste Lösung sind.
Mit einem kostenlosen Angebot haben Sie eine feste Zahl, gegen die Sie Ihre Eigenleistung rechnen können. Kein Auftrag, keine Verpflichtung.
Entrümpelung selbst machen? Der Zwei-Minuten-Test
Ob Sie die Entrümpelung selbst machen sollten, zeigen sechs Fragen. Beantworten Sie sie ehrlich. Das Ergebnis erscheint sofort und ist natürlich nur eine Orientierung.
Entrümpelung selbst machen: Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen
Selbermachen ist nur auf den ersten Blick kostenlos. Tragen Sie Ihre eigenen Werte ein – Mietpreis des Transporters, geschätzte Gebühren, Stunden. Für die eigene Zeit setzen Sie einen Betrag an, den Ihnen eine freie Stunde wert ist; wer möchte, lässt das Feld auf null.
Vergleichen Sie diese Summe mit einem schriftlichen Festpreisangebot.
Eine Firma kalkuliert dagegen mit einem Festpreis, in dem Fahrzeug, Team, Entsorgung und meist die besenreine Übergabe enthalten sind. Verwertbare Gegenstände können angerechnet werden, und 20 % der Arbeitskosten mindern die Einkommensteuer – beides entfällt beim Selbermachen. Was die Profi-Variante typischerweise kostet, zeigt der Ratgeber Entrümpelung Kosten.
Wie viel Zeit Sie realistisch einplanen
Der Zeitaufwand wird beim Thema Entrümpelung selbst machen am häufigsten unterschätzt. Die folgende Tabelle zeigt, welche Arbeitsschritte anfallen und was sie bremst:
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| Arbeitsschritt | Was ihn in die Länge zieht | Profi-Vorteil |
|---|---|---|
| Sichten und Sortieren | Erinnerungsstücke, Unterlagen, Entscheidungen in der Familie | Bleibt bei Ihnen – nur Sie können entscheiden |
| Zerlegen | Fehlendes Werkzeug, verklebte Einbauküchen, Schrankwände | Routine und passendes Werkzeug |
| Tragen | Treppenhaus, enge Kurven, wenige Helfer | Eingespieltes Team, Tragehilfen |
| Transport | Kleiner Transporter, viele Einzelfahrten | Großes Fahrzeug, eine Tour |
| Entsorgen | Öffnungszeiten, Wartezeit, Trennung vor Ort | Direkte Anlieferung an Verwerter |
| Endreinigung | Kommt erst, wenn alles andere fertig ist | Auf Wunsch am selben Tag |
Die ersten 80 % gehen erstaunlich schnell. Die letzten 20 % – Kleinkram im Keller, Reste auf dem Balkon, ein Schrank, der nicht durch die Tür passt – brauchen oft genauso lange. Planen Sie dafür bewusst Zeit ein, besonders vor einer Wohnungsübergabe.
Auch Teilaufträge sind möglich: eine Schrankwand, die Einbauküche, der Rest nach Ihrer Vorarbeit. Der Preis richtet sich nach dem, was wirklich übrig ist.
Entrümpelung selbst machen: wann eindeutig ja, wann eindeutig nein
Manche Fälle brauchen keinen Test. Diese Situationen sprechen klar für die eine oder andere Seite:
Eindeutig selbst
- Ein Abstellraum oder eine Garage mit überschaubarem Inhalt
- Kein Termin im Nacken und Helfer, die ohnehin Zeit haben
- Kaum Sperrmüll, vor allem Kartons, Kleidung und Kleinteile
Eindeutig Firma
- Volle Wohnung oder Haus mit festem Übergabedatum in wenigen Wochen
- Messie-Haushalt, Schimmel, Schädlinge oder Asbestverdacht
- Gesundheitliche Einschränkungen oder niemand in der Nähe, der helfen kann
Alles dazwischen ist eine Rechenfrage. Wer die Entrümpelung selbst machen will und unsicher ist, kombiniert Test und Rechner oben mit einem Vergleichsangebot – dann steht die Entscheidung auf Zahlen statt auf Bauchgefühl.
Anleitung: Entrümpelung selbst machen in fünf Etappen
Etappe 1: Sichern, was unersetzlich ist
Bevor auch nur ein Sack gefüllt wird: Ausweise, Verträge, Kontoauszüge, Versicherungspolicen, Fotos, Schmuck und Schlüssel einsammeln und an einem sicheren Ort lagern. Was einmal im Container liegt, ist weg.
Etappe 2: Vier Zonen einrichten
Markieren Sie in einem freien Raum vier Bereiche, etwa mit Malerkrepp auf dem Boden. Jeder Gegenstand wird nur einmal in die Hand genommen und sofort zugeordnet:
Etappe 3: Von hinten nach vorne arbeiten
Beginnen Sie im Raum, der am weitesten vom Ausgang entfernt ist, und arbeiten Sie sich zur Tür vor. So bleibt der Laufweg frei, und fertige Räume werden nicht wieder zugestellt. Keller und Dachboden kommen am besten zuletzt, weil dort meist der meiste Kleinkram liegt – Tipps dazu bei Keller entrümpeln und Dachboden entrümpeln.
Etappe 4: Sicher tragen
- Arbeitshandschuhe und feste Schuhe mit Profil tragen.
- Schränke vor dem Tragen leeren und Türen abschrauben oder abkleben.
- Schwere Teile zu zweit, aus den Knien heben, Rücken gerade.
- Treppenhaus freihalten und Nachbarn vorab informieren.
Etappe 5: Übergabefertig machen
Wenn alles draußen ist, folgt die Grundsauberkeit: Böden fegen, grobe Flecken weg, Namensschilder ab. Was „besenrein“ rechtlich bedeutet, steht im Ratgeber Wohnung besenrein übergeben.
Entrümpelung selbst machen: Entsorgen ohne Ärger
Wer selbst entsorgt, ist auch selbst dafür verantwortlich, dass alles den richtigen Weg nimmt. In Stuttgart ist dafür die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) zuständig:
- Sperrmüll: Abholung auf Bestellung, zweimal im Jahr bis zu 3 m³ ohne zusätzliche Gebühr.
- Elektrogeräte: Kostenlos an den Wertstoffhöfen, viele Händler nehmen Altgeräte zurück – geregelt im Elektro- und Elektronikgerätegesetz.
- Farben, Lacke, Chemikalien, Batterien: Über die Schadstoffannahme, niemals in den Restmüll.
- Altholz, Metall, Kartonagen: Getrennt am Wertstoffhof abgeben.
Alte Nachtspeicheröfen, Fensterbänke, Bodenplatten oder Dachplatten aus älteren Baujahren können Asbest enthalten. Nicht selbst ausbauen oder zerbrechen – hier ist ein Fachbetrieb Pflicht.
Nach § 35a EStG absetzbar sind nur Arbeitskosten eines Dienstleisters mit Rechnung und Überweisung. Transportermiete und Gebühren am Wertstoffhof zählen nicht. Mehr im Ratgeber Entrümpelung steuerlich absetzen.
Drei Mischmodelle zwischen DIY und Firma
Zwischen „alles selbst“ und „alles abgeben“ liegen Varianten, die Kosten und Aufwand ausbalancieren:
Muss ein kompletter Haushalt aufgelöst werden, ist eine Haushaltsauflösung der passende Rahmen; sollen Möbel mitgenommen werden, lässt sich die Räumung mit einem Umzug in Stuttgart verbinden. Weitere Spar-Hebel für die Profi-Variante sammelt der Beitrag Haushaltsauflösung Kosten senken.
FAQ: Entrümpelung selbst machen oder Firma
Lohnt es sich, die Entrümpelung selbst zu machen?
Wie lange dauert es, eine Wohnung selbst zu entrümpeln?
Was darf ich beim Selbermachen nicht in den Sperrmüll geben?
Kann ich die Kosten auch beim Selbermachen von der Steuer absetzen?
Welche Aufgaben sollte ich selbst übernehmen, wenn ich eine Firma beauftrage?
Fazit: Eine Entrümpelung selbst machen lohnt sich, wenn der Umfang klein, die Zeit großzügig und Hilfe vorhanden ist. Je voller die Räume, je knapper die Frist und je schwerer die Möbel, desto eher spricht die Rechnung für ein Team – oder für eines der Mischmodelle. Machen Sie den Test, rechnen Sie Ihre Zahlen durch und vergleichen Sie mit einem Festpreis.
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